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13.10.1995 CT-Seite 10

Coburger Tageblatt ■ Freitag, 13. Oktober 1995

Wüstenahorn

Von Ampeln, Wegen und Schildern

Bürgerversammlung für den westlichen Coburger Stadtteil / Neues Wegweiserkonzept

COBURG (aku). Mit einer Verbesserung ihrer Fußwege können die Bürger des Stadtteils Wüstenahorn in der nächsten Zeit ebenso rechnen, wie mit einer besseren Beschilderung am Fuße des Marschbergs. Da sind zwei der Ergebnisse, die gestern Abend bei der Bürgerversammlung für den Stadtteil Wüstenahorn erzielt wurden.

Wiederholt wurde von den Wüstenahorner beklagt, dass der Panoramaweg in seinem letzten Stück gerade für ältere Bürger und junge Familien mit Kinderwagen kaum zu bewältigen sei. Ein Zustand, dem auch Oberbürgermeister Norbert Kastner zustimmte. So beträgt nach seiner Aussage die besagte Steigung immerhin 25 Prozent. „Bleibt nur die Frage, wie wir das Problem lösen können“, so der OB. So wäre zwar die Möglichkeit, den Weg über eine längere Fläche zu führen, um so die Steigung zu entschärfen.

Dann jedoch würde der Panoramaweg durch ein Grundstück führen, für das ein Baurecht festgesetzt ist. Nach kurzer Verwirrung um den Grundstückseigentümer und anschließender Rücksprache mit Vertretern der Bauverwaltung stellte das Stadtoberhaupt dar, dass die Stadt selbst Eigentümer des Grundstücks ist, und derzeit das Baurecht aufgrund der fehlenden Erschließung sowie der knappen Kassenlage nicht verwirklicht werden könne. Jetzt will man sich innerhalb der Stadt eine Lösung für den Panoramaweg überlegen.

„Wohin geht es denn hier wirklich hin?“ wird sich so mancher Ortsfremde fragen. Dass sich hinter „West“ auch Wüstenahorn verbirgt, weiß kaum einer. Mit einer neuen Beschilderung, wie sie demnächst angebracht werden soll, wird dieser Zustand abgeschafft. Foto: A. Kuschbert

Diskussionen gab es auch um die Weiterführung der Fußwege vom Haßfurter- beziehungsweise Hutholzweg. Derzeit enden beide Wege im Nichts, die Verlängerungen sollen aber demnächst in Angriff genommen werden. Innerhalb der Stadt gibt es nach der Aussage des OB jedoch unterschiedliche Meinungen über die Art und Weise des Ausbaus.

So sind nämlich auch dort steile Stücke vorhanden, die im Winter verkehrssicher gemacht werden müssten, und zwar per Handräumung, was einen hohen finanziellen Aufwand erfordert. Wie Rechtdirektor Ludwig Frenking erläuterte, nutzen selbst Hinweisschilder auf eine eingeschränkte Winterräumung nach den bisherigen Erfahrungen nur wenig. „Wenn der Weg trotzdem begangen wird, der Eigentümer, also wir, es weiß, und es passiert etwas, dann haften wir trotzdem.“

Nach längerer Diskussion erklärte OB Kastner, dass nun noch einmal geprüft werden soll, wie der Weg am Ende wirklich geführt wird.

Nachkommen wird die Stadt einem mehrfach geäußerten Wunsch nach einer besseren Beschilderung. So stehe zwar an der Frankenbrücke ein Schild „Coburg West“, darunter könne sich ein Fremder jedoch nur wenig vorstellen. Wie der OB erläuterte, wird derzeit von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem Umwelt- und Ordnungsamt ein neues Wegweiser Konzept für den gesamten Stadtbereich erstellt. So ist vorgesehen, dass dann Wüstenahorn ebenso wie die Hut gesondert ausgewiesen werden.

An der Ampelanlage am Marschberg wird demnächst vom Straßenbauamt Kronach ein größerer Rotlichtsignalgeber installiert werden. In diesem Zusammenhang waren wiederholt Klagen von Autofahrern eingegangen, dass das Rotlicht der Ampel nur sehr spät erkannt werde.

 Posted by at 6:17

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