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13.10.1995 CT-Seite 10

Coburger Tageblatt ■ Freitag, 13. Oktober 1995

OB: „Situation am Sportplatz nicht gerade berauschend“

Grunflächenamt bemüht sich um Anlegung neuer Parkplätze auf der Wüstenahorner Anlage / Bei Bürgerversammlung Instandsetzung des Schorkendorfer Weges versprochen

COBURG (bs/aku). Ein „altbekanntes Thema“ (Oberbürgermeister Norbert Kastner) musste bei der Bürgerversammlung in Wüstenahorn („Tageblatt“ vom 13. Oktober) behandelt werden: die Zufahrt zum Sportplatz.

Das Stadtoberhaupt schätzt die Situation als „nicht berauschend“ ein. Die drei Ausweichstellen seien wenig hilfreich, weil sie oft zugeparkt seien. So konzentrierte sich die Diskussion im Gasthaus „Zur Einkehr“ vor allem auf die Parkplätze.

Laut OB ist das Grünflächenamt dabei, Flächen anzulegen. Allerdings bräuchte man dazu private Flächen von einem Landwirt. Zumindest soll eine Parkmöglichkeit entlang des Waldes geschaffen werden, allerdings: „Das kann keine Dauerlösung sein.“

Beruhigen konnte der OB die Bewohner der Anwesen Fröbelstraße 7 und 9: die Zufahrten samt Parkplätzen werden in Angriff genommen. Die Wohnbau habe die Arbeiten bereits vergeben. Etwas Geduld forderte Kastner bei der Instandsetzung der südlichen Seite des Schorkendorfer Weges. Die Straße solle ohnehin in drei Jahren einen neuen Belag erhalten. Die Forderung nach Befestigung des Parkplatzes will er nicht erfüllen, weil dann ablaufendes Wasser die Situation in den Kleingärten noch verschärfen werde. Die Kanäle seien zu klein, so daß ein Wasserrückstau zu erwarten sei. Etwas Abhilfe will das Grünflächenamt schaffen, indem auf dem Waldweg eine Querrinne angebracht wird, die das herunterlaufende Wasser seitlich wegdrängt.

Als „kitzlig, aber nicht so tragisch“ bezeichnete Kastner die Zustände des Fußwegs vom Südring zum Schützenhaus. Nach Mitteilung von Anwohnern seien dort die Hecken nicht geschnitten, Gartenabfälle würden wild abgelagert werden. Ein Zustand, der auch der Stadt ein „Dorn im Auge“ ist. Ein ähnliches Problem habe man mit wilden Ablagerungen in Cortendorf gehabt. Jetzt will das Grünflächenamt versuchen, den oder die Verursacher für die Ablagerungen zu ermitteln.

Auch der bauliche Zustand des Weges lasse nach Auswaschungen im steileren Bereich zu wünschen übrig, klagten Anwohner. Hier konnte Kastner den Wüstenahorner jedoch mitteilen, dass die schadhaften Stellen inzwischen ausgebessert worden sind.

Zickzacklinie oder Halteverbotsschild? Diese Frage wurde gestellt, als es um die Einrichtung eines absoluten Halteverbots im Wirtsgrund im Einmündungsbereich Lauersgraben ging. Nach den Erfahrungen der Anwohner würde von Autofahrern die derzeit vorhandene Zickzacklinie des Öfteren missachtet werden, unberechtigt parkende Fahrzeuge seien an der Tagesordnung.

Mit Blick auf die Forderung nach einem Halteverbotsschild meldete Norbert Kastner Zweifel an, ob ein solche Schild wirklich sinnvoll sei. „Wir können aber darüber reden“, so der OB. Am Ende einigte man sich darauf, daß in den nächsten Wochen in diesem Bereich verstärkte Kontrollen stattfinden werden. „Wenn es dann keine Besserung gibt, stellen wir ein Schild auf‘, konstatierte Kastner.

Schließlich teilte der OB mit, daß die Haltelinie bei der Einmündung des Wirtsgrundes in den Marschberg auf Höhe der Sichtlinie verlegt wird.

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