Nov 202020
 

25.5.1987

CT-Seite 15

Coburg Stadt und Land

Hauptversammlung des Bürgervereins Wüstenahorn mit kritischen Tönen

Vorsitzender beklagt Versammlungsbesuch

Egon Heider: Alle Bürger wunschlos glücklich? / Erfolgreiche Arbeit bilanziert

 

COBURG (ct) — Was bei den Hauptversammlungen anderer Vereine zu beobachten sei, müsse er auch bei der Hauptversammlung des Bürgervereins Wüstenahorn feststellen. Der Besuch lasse zu wünschen übrig, stellte der Vorsitzende Egon Heider bei der Begrüßung der Versammlungsteilnehmer fest. Er fragte sich, ob die Wüstenahorner wunschlos glücklich seien. Mit Aushängen, einem Aufruf im „Blick in den Westen“ und über die Vereinsvorstände der Ortsvereine habe der Bürgerverein versucht, Probleme der Bürger in Erfahrung zu bringen, die man bei einer Bürgerversammlung an die Stadt herantragen könne. Leider ohne Erfolg.

Der Bürgerverein sei deswegen aber nicht untätig gewesen. So sei die Erhaltung der Poststelle in Wüstenahorn für alle Bürger des Stadtteils von großer Bedeutung gewesen. Dass die Post, nachdem ihr die Räume in der Karl-Türk-Straße gekündigt worden sind, jetzt im Lauersgraben eine neue Bleibe gefunden hat, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst des Bürgervereins. In Verhandlungen mit dem Postamt Coburg, der Wohnbau-GmbH und den Vereinigten Coburger Sparkassen wurde schließlich dieses Problem gelöst.

Auch der Verkehrsspiegel bei der Einmündung des Baumschulenwegs in die Hutstraße sei nun doch angebracht worden. Ebenso habe die Stadt ein vom Bürgerverein beantragtes Park-Hinweisschild für die Anglerautos am Wolfgangsee angebracht. Leider gebe es immer noch einige uneinsichtige Petrijünger. Der Schuttplatz am Wirtsgrund wurde inzwischen auf Betreiben des Vereins von der Stadt geräumt und mit Erde aufgefüllt. Es sollen dort auch Ruhebänke aufgestellt werden.

Auch der Einsatz für den Spielplatz am Erlengrund habe sich gelohnt, erklärte der Vorsitzende. Jetzt steht der Spielplatz und auch das angrenzende Gelände ist bereinigt worden. Nachdem der bei der Bürgerversammlung 1985 beantragte Fußgängerüberweg an der Kreuzung Marschberg — Wirtsgrund gegenüber der Stadt zuerst nicht durchzusetzen gewesen sei, habe sich die Meinung der Behörden geändert. Verkehrsschilder, Fahrbahnmarkierungen und Schülerlotsen ermöglichen den Kindern auf ihrem Schulweg jetzt eine weniger gefährliche Überquerung der stark befahrenen Kreuzung.

Zum Thema „Seefest am Wolfgangsee“, bei welchem der Bürgerverein federführend die Mitwirkenden Vereine koordiniere, erläuterte Egon Heider, dass bei diesen Wohltätigkeits- Veranstaltungen in den letzten Jahren allein dem Kindergarten Wüstenahorn rund 21. 000 Mark zufließen konnten. Auch das „Haus der Jugend“ und die „Melchior-Franck-Schule“ seien finanziell unterstützt worden. Er dankte allen Helfern, die in diesen Jahren uneigennützig zum Gelingen dieses guten Werkes beigetragen haben.

Die per Akklamation durchgeführten Neuwahlen bestätigten den bisherigen Vorstand in allen Ämtern.

Beim Tagesordnungspunkt „Anträge“ wurde bemängelt, dass am Marschberg die Bürgersteige beiderseits der Fahrbahn zwischen Sengelaubstraße und Wegfeld im Winter nicht vom Schnee geräumt werden. Auch liege der von den Räumfahrzeugen auf den Bürgersteig geworfene Splitt noch immer dort. Dasselbe Problem bestehe auch in einigen Abschnitten des Wirtsgrundes.

Auch die an den Südring angebundene Samuel-Schmidt-Straße werde wohl eines Tages in eine Einbahnstraße umgewandelt werden müssen. Der Verkehr werde immer stärker in diesem Straßenstück, die Fahrbahn sei sehr schmal und es gibt für die Anlieger kaum eine andere Möglichkeit als ihre Autos dort auf der Fahrbahn zu Parken

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(required)

(required)

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.